Mittwoch, 13. Februar 2013

(Be)werben verboten

Dieser Blog lag nun Jahre lang still - scheinbar stinkt Wien gar nicht so sehr, wie ich es anfangs empfand. Oder? Mittlerweile liegt ein erfolgreiches Master-Studium hinter mir, ich habe zwei Länder bereist und erste Berufserfahrungen gesammelt. Nun möchte ich arbeiten, auf eigenen Beinen stehen. Klappt das? Nein. Jobsuche ist frustrierend. Zwar bekomme ich regelmäßig Rückmeldungen - aber einstellen möchte mich offenbar niemand. Wie auch? Die "mehrjährige Berufserfahrung", die wie ein Mantra alle Anforderungsprofile in Stellenausschreibungen anführt, kann ich logischerweise nicht vorweisen. Mein Abschluss liegt ja nicht mal ein Jahr zurück. Das liebreizende AMS gibt mir zwar Geld, aber das war's dann auch schon. Als Absolventin in Österreich einen Job finden? Keine Chance... Zurück nach Deutschland? Würde ich gerne. Aber auch da sieht es mau aus. Nach der x-ten Absage fällt es schwer, die x+1te Bewerbung mit möglichst kreativem Text zu verfassen. Die Motivation, nun endlich loszulegen, wird da doch sehr schnell gebremst. Das ewige Credo, dass man noch nicht so lang suche und das eben dauere, hilft auch nicht über die Gedanken hinweg, nichts zu taugen und für nichts gebraucht zu werden. Aber - anstatt hier meine Zeit zu vergeuden, sollte ich vielleicht besser doch noch eine Bewerbung schreiben. Ach, ich schlag mir doch lieber die Zeit mit 9Gag, Super Mario und Game of Thrones tot...